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Hineingeboren in den gerade begonnenen 2.
Weltkrieg und aus der mehrfach bombardierten Ruhrgebietsstadt in
ein westfälisches Dorf evakuiert.
Eigentlich ein völlig unbedeutender Flecken nahe dem heutigen
A44-Anschluss Erwitte/Anröchte: Ein Dörfchen mit damals und
heute - als wäre die Zeit stehen geblieben - ca. 100 Einwohnern.
Für den, der dort in einer prägenden Zeit seiner Kindheit lebte,
eine sich mit den Jahren zunehmend verklärende Insel glücklicher
Kinderjahre. Es war ein Dorf mit damals einer Reihe von
klassischen Bauernhöfen, mit Vieh- und Weidewirtschaft,
Zugpferden, ganz wenigen Traktoren, Pferdekutschen und –schlitten,
mit Gärten und Obstbäumen, Teichen und einer winzigen Kapelle,
die eine historisch wertvolle geschnitzte Madonna beherbergte.
Ob klirrende Kälte, Regen oder Sturm oder drückende Sommerhitze:
Mittags wurde Engel-des-Herrn geläutet. Und im strengen Winter
gab’s viel Schnee und singendes Eis auf den zugefrorenen
Weihern. Und im Frühjahr Unmengen von Maikäfern… Unvergessen
bleiben auch die mehrmaligen Ferienwochen als Schulkind dort, wo
diverse Varianten der Erntehilfe auf Feldern, Hof und in
Scheunen und Ställen mit zum Erfahrungsspiel gehörten und als
willkommene Alternative zum Zeitvertreib in den Noch-Trümmern der
Großstadt zählte. Waltringhausen - ein Ort, in dem die Liebe
zur Natur ihren Ursprung fand.
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Dorfidylle
während der Evakuierungszeit:
Entenweiher und Kapelle
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Kriegsende, zurück ins Ruhrgebiet, Volksschule. Der aus der
Kriegsgefangenschaft zurückgekehrte Vater machte sich, nach
einer 2-jährigen Tätigkeit bei der Stadt, selbstständig mit
einer Drogerie.
Klavierunterricht mit 10 Jahren, nur vier
Jahre lang. Flötenchor beim Organisten der Gemeinde, der später
kostenlos Harmonielehreunterricht gab, nicht ganz uneigennützig,
da eine Organistenvertretung erhofft wurde, was auch gar nicht
lange auf sich warten ließ. So wurde die dreimanualige
Klais-Orgel seitdem auch fast jeden Tag bearbeitet, im
Selbststudium; Literaturspiel und Improvisation wechselten sich
ab.
Am Jungengymnasium Abitur. Studium in Köln an der dortigen
Musikhochschule mit den Instrumentalfächern Klavier und Orgel. 3-semestriger Kratzkurs
Geige. 1. Teil des 1. Staatsexamens. Anschließendes Philosophicum. Begonnene, aber später abgebrochene Zweitfächer:
Kunstgeschichte, Englisch, Erdkunde.
Hochzeit 1964. Beide sind heute immer noch
zusammen.
Schnüffelphase an einer Waldorfschule : 3-monatige
Eurhythmiebegleitung und Chorleitung im dortigen Schülerheim,
Klavierspiel zu den „Oberuferer Weihnachtsspielen“ usw.: Die
Pädagogik Rudolf Steiners war gut zum Kennenlernen, letztlich
aber weniger passend für die geplante Lebensaufgabe als Lehrer
an einer staatlichen Schule. Trotzdem: Der Sohn besuchte
dort den Kindergarten. Generell: Ein insgesamt guter Eindruck
ist geblieben, und immer wieder motivieren Veranstaltungen dort
zum Besuch.
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Nach der Zeit an der Waldorfschule: In manchen Semesterferien
waren Studentenjobs angebracht, so bei der Stadtverwaltung
(Gesundheitsamt, Sozialamt, Musikbücherei) und -
besonders prägend - dem Gelsenkirchener Großen Haus, später
„MIR“ („Musiktheater im Revier“).
Nach dem Beginn als Lehrer an einem
Bochumer Gymnasium
(s. Unterrichten und Ausbilden) nebenbei
Fortsetzung des Studiums in Münster (Erziehungswissenschaft) mit
abschließendem Examen und Beginn der auf ein Jahr verkürzten
Referendarzeit in Hagen.
Sohn Patrick Hagen ist mittlerweile
selbstständiger Musiker (Klarinette, Saxophon, Komponist),
Lehrer für Klarinette (an der Musikschule in Mülheim) und
Sprecher. ( www.patrick-hagen.de)

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Als Midi-Datei (1,59 KB) im Hintergrund: "Kleines
Menuett" (!), A-Dur ( erstes eigenes Stückchen mit 14 Jahren).
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