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Komponieren
7. März 1954 – ein völlig unbedeutendes Datum.
Und doch: ein erster zaghafter Versuch, wie es ein aufbewahrtes
Papier zeigt, eine erste Komposition zu schreiben: ein „Kleines
Menuett“ im 4/4-Takt (!!), 14 Takte lang...
Das Schulmusikstudium machte dann mit Regeln des Komponierens vertraut, es entstanden
dort u.a. eine 3-stimmige Fuge über den Namen „Helga“ als Kopfmotiv,
wobei das Nicht-Ton-Buchstaben-„L“ eben eine Viertelpause darstellt
(s. Tonbeispiel auf der Seite "Kontakte/Impressum").
Ein 3-sätziges „Tritonale“ für Flöte und Klavier wurde – in der
Erstform als Flötensolostück - 1964 geschrieben und an der
Musikhochschule Köln uraufgeführt. Es folgten im Laufe der kommenden
Jahre eine ganze Reihe von Gelegenheits- bzw. meist
Vokalkompositionen, von denen „Die Entwicklung der Menschheit“, eine
Vertonung eines Textes von Erich Kästner für Chorstimme und Klavier,
erwähnenswert ist, zum ersten Mal 1966 in der Volkshochschule
Wanne-Eickel einem Publikum zu Gehör gebracht.
Die Tätigkeit als Musiklehrer an der Goethe-Schule Bochum ist
geprägt von mehr oder weniger regelmäßigen Schülerkonzertabenden,
Abitur-Entlassfeiern, Jubiläen usw., wofür auch Kompositionen
erstellt wurden wie beispielsweise der „Sieben-Uhr-Marsch“ für 2
Trompeten, Posaune und Tuba, oder das „Stück in B“ für ca. 8 Bläser.
Das ziemlich dralle Werk für großes Blasorchester, der „Oesdorfer
Schützenmarsch“, wurde zur Eröffnung der neuen Schützenhalle von Oesdorf (bei Marsberg) komponiert und
war dem Schützenkönigspaar
(„König“ war Onkel A. L.) von 1974 gewidmet. Neben
Gebrauchsmusik für Klavierschüler entstanden bis Mitte der 80-er u.a.
das Klavierstück „Tempesta Ungherese“ (für Patrick), sowie ein
Intermezzo für Klavier (1994).
Zu den in den nächsten Jahren folgenden reiferen
Werken (über die Märchenvertonungen bei der Volksbühne Körner wird
auf einer Extra-Seite berichtet) zählt der „Herbsttag“ für
Mezzosopran, Klarinette und Klavier, nach einem Gedicht von
Friedrich Hebbel (Mirjam K. gewidmet), mit impressionistischen Akzentsetzungen
(Partitur zu lesen unter dem Link
Herbsttag
). „Lumen
de lumine“, (für Klarinette und Klavier, 1992), ein kürzeres Werk,
wurde für eine Ausstellungseröffnung geschrieben. Der Konzertsatz
„Grazia giocosa“ (1993), ein festliches Werk, der Ehefrau gewidmet,
harmonisch und formal konventionell angelegt, ist für großes
Orchester gedacht gewesen, bislang aber nur als Keyboardversion
realisiert.
Erfolgreich, weil immer wieder der Wunsch nach einer Wiederholung
zum gleichen Anlass gewünscht wurde: "Das Seminarlied", eine
musikalische Burleske für einige Fachleiterstimmen und digital
vorgeplante Begleitung, Text von Friedhelm W., geschrieben für
die Vereidigungsfeier von Referendaren 1995.
Zum Werk „Silent Valley - Meditation in einer
irischen Landschaft“ für Klavier, uraufgeführt bei einer
Basten-Vernissage in Dortmund im Januar
2004, hier auf dieser Seite im Hintergrund als Midi-Datei zu hören, wurde vor dem Spiel
den zahlreichen Zuhörern als assoziative Hörhilfe folgendes
mitgeteilt: „Dem kleinen 4-Minuten-Stückchen liegt das Erlebnis
einer irischen Talsperre zu Grunde: Steile Berglinien, schroffe
Felsen links und rechts, und auf der Fläche des Wassers spiegelte
sich das satte Blau eines von Horizont zu Horizont gewölbten
Sommerhimmels. Die neuen Bilder von Britta Basten haben als Anregung
gedient, konkrete Farben zu einer chromatischen Akkord-Landschaft zu
verdichten, Linien wiederum als erkennbare Melodien einzuflechten,
oder anders ausgedrückt: eine begrenzte Enge wird zur scharfen
Dissonanzschichtung kleiner Intervalle, die Impression einer
geöffneten Weite zur empfindsamen, wohltuenden und manchmal auch
drastischen Harmonik inmitten einer von fern erklingenden irischen
Melodie.“....
Noten von "Silent Valley" einzusehen (auch ausdruckbar) unter dem
folgenden Link:
"Silent Valley" - Klaviernoten
Von der im April 2007 uraufgeführten
Zwischenaktmusik "Poison4you" ist auf der Unterseite
dieser Homepage "Volksbühne
Körner" ein MP3-Audio-Ausschnitt anklickbar.
Weitere Kompositionen entstanden im 2. Halbjahr
2010: Zyklus von Marienliedbearbeitungen ("Über 40 Marienlieder", für
Klavier, ggfs. auch Orgel); s. Notenbeispiel "Christi Mutter stand
mit Schmerzen" unter
Rolf Hagen: Über 40 Marienlieder

♫
Musik im
Hintergrund:
Rolf Hagen: "Silent
Valley", Auftragskomposition für Klavier, entstanden 2004
- - -

Musikalische Grafik, veröffentlicht in rudolf e.
hagen:
"elektronische musik in der schule" (Universal
Edition Wien 1975)
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